Die Plastikbälle werden nach ihrer Fertigung hinsichtlich verschiedenster Eigenschaften und Parameter auf Herz und Nieren geprüft: Masse der Bälle, Durchmesser, Rundheit, Oberflächenrauigkeit, Absprung- und Flugverhalten usw. Bei perfekten Eigenschaften werden die Bälle mit dem 3-Stern-Symbol versehen und als
Plastik Wettkampfbälle zugelassen. Wenn einige dieser Parameter nicht ganz einheitlich sind und kleine Mängel auftreten, werden sie als
Plastik-Trainingsbälle verwendet. Diese besitzen keinen, 1 oder auch 2 Sterne und kommen nun endlich als sinnvolle Ergänzung auf den Markt! Sie sind günstiger als die Wettkampfbälle, mit nur leicht minderer Qualität. Gerade in unteren Ligen fallen die Unterschiede weniger auf. Daher sind sie gerade für Anfänger im Bereich des tischtennisunspezifischen Trainings, aber auch im Technikerwerbs- und Technikanwendungstraining, empfehlenswert. Beim Training für Fortgeschrittene sind die Plastikbälle ebenso sehr empfehlenswert. Der Kauf von Trainingsbällen lohnt sich also und sollte Berücksichtigung finden, zumal, wie bereits erwähnt, bei den höherklassigen Turnieren offiziell keine Zelluloidbälle mehr zulässig sind.
Unterschiede und Gründe für die Einführung der Plastik-Trainingsbälle
Die Bälle im Tischtennis sind entweder aus Zelluloid, oder aus einem anderen Kunststoff, oft auch einfach als Plastik bezeichnet, gefertigt.
Alle Plastik Trainingsbälle in einer übersichtlichen Tabelle
Beide gehören den Kunststoffen, genauer gesagt den Thermoplasten, an. Sie bestehen aus großen, sog. Makromolekülen, die aus vielen sich wiederholenden Grundbausteinen bestehen. Diese wiederum bestehen überwiegend aus Kohlenstoff- und Wasserstoffatomen. Thermoplaste werden, wenn sie erhitzt werden, langsam immer weicher und flexibler, bis sie sogar zu einer flüssigen Schmelze werden. Beim darauffolgenden Abkühlen werden sie wieder fester und erstarren schließlich. Diese Vorgänge sind beliebig oft wiederholbar. Bei einer übermäßigen Hitzezufuhr sind Thermoplaste brennbar, besonders Zelluloid. Aus diesem Grund sind Zelluloidbälle sogar als Gefahrengut eingestuft und müssen unter zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen gefertigt und transportiert werden. Dies sind die überwiegenden Gründe, warum sie von der International Table Tennis Federation (ITTF) offiziell bei Wettkämpfen und Turnieren seit Juli 2014 nicht mehr zugelassen sind, sondern nur noch Bälle aus Plastik.
Die Unterschiede: Tischtennis Trainingsbälle versus Wettkampfbälle
Allgemein sind Tischtennisbälle in verschiedenen Qualitätsstufen erhältlich. Die niedrigste Kategorie sind dabei einfache, sogenannte Freizeitbälle. Diese zeigen eine etwas mindere Qualität auf, etwa hinsichtlich ihrer Rundheit, Verformungsfestigkeit oder Härte. Dennoch sind solche Bälle gerade beim Tischtennistraining, egal ob bei Kindern, Anfängern und fortgeschrittenen Vereinsspielern sehr sinnvoll und werden oft angewandt. Die wenigsten Vereine können es sich leisten in jedem Training mit Wettkampfbällen zu spielen.
Die nächst höheren Qualitätsstufen sind Tischtennisbälle mit dem 3-Stern System. Diese sind die optimale Wahl für den Wettkampfbetrieb. Für den Trainingsbetrieb sind 1- und 2 Sternbälle zulässig. Im Regelfall kommen aber Großpackungen von Tischtennis Trainingsbällen zum Einsatz. Da sie von der International Table Tennis Federation (ITTF) jedoch nicht als Wettkampfbälle zugelassen, aber günstiger als diese sind, werden sie oft im Trainingsbereich eingesetzt.
An der Qualitätsspitze befinden sich schließlich die 3-Stern Tischtennisbälle, die im Wettkampfbereich als Punktspielbälle eingesetzt werden. Sie weisen die besten Eigenschaften der Bälle auf, wie z.B. bezüglich des Flug- oder Absprungverhaltens.